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Gegen Antisemitismus » Aktuelle Hinweise

Aktuelle Hinweise

Auf dieser Seite finden Sie Hinweise auf aktuelle Veranstaltungen, Fortbildungen sowie Neuigkeiten im Bereich der Print- und Onlineveröffentlichungen im Themenfeld der Antisemitismusprävention. 

 

Angriff auf Israel

Am Samstag, den 7. Oktober 2023, wurde der Staat Israel brutal angegriffen. Die Terrororganisation Hamas ist aus dem Gaza-Streifen mordend in Israel eingefallen, hat Geiseln genommen, hat wahllos Menschen verletzt und getötet. Der terroristische Angriff der Hamas stellt eine Zäsur dar.

Die Auswirkungen des Terrorangriffs auf Israel zeigen sich nicht nur in der politischen Debatte in Deutschland, sondern auch in der Schule. Gerade der Unterricht - etwa in den Leitfächern der historisch-politischen Bildung - bietet dabei einen Raum, um die aktuellen Entwicklungen mit den Schülerinnen und Schülern zu diskutieren und historisch wie politisch einzuordnen.

Materialien zur aktuellen Situation in Israel

Die Stellungnahme der deutschen Bundesregierung sowie ein Blick auf die aktuelle Nachrichtenlage (z. B. über Euro Topics, einem Projekt der Bundeszentrale für Politische Bildung, und Foreign Affairs) können dazu dienen, sich einen ersten Überblick zu verschaffen. Die Webseite Palestinian Media Watch (PMW)  bietet Einblicke über die Art und Weise, wie sich palästinensiche Medien mit den Vorgängen befassen. 

Auf jugendschutz.net finden sich Hinweise zum Umgang mit verstörenden Inhalten im Zusammenhang mit dem Terrorangriff auf Israel.

Die Bundeszentrale für politische Bildung bietet eine eigene Themenseite Überfall der Hamas auf Israel mit aktuellen Informationen sowie Hintergründen etwa zu Antisemitismus und Antizionismus in der Charta der Hamas

Auch die Themenseite Israel der Bayerischen Landeszentrale für politische Bildungsarbeit unterstützt Lehrkräfte mit einer Vielzahl an Informationen und Materialien für den Unterricht. 

Auf der Webseite des Historikers Michael Wolffsohn findet sich eine Sammlung informativer Aufsätze zum Thema. 

Für jüngere Schülerinnen und Schüler bietet das ZDV-Format logo! eine Themenseite Kämpfe in Israel und dem Gazastreifen an. 


Umgang mit antisemitischen Vorfällen und Äußerungen

Das Portal „Bayern gegen Antisemitismus" unterstützt Lehrkräfte mit konkreten Handlungsvorschlägen, um im Schulleben israelfeindlichen Vorfällen oder Äußerungen, die die gegen Jüdinnen und Juden gerichtete Gewalt verharmlosen oder legitimieren, angemessen entgegenzutreten. Einschlägige Fallbeispiele finden Sie z. B. im Handlungsraum Lehrerzimmer und im Handlungsraum Klassenzimmer

Unter der Rubrik Ansprechpartner finden Sie Expertinnen und Experten, die ihnen bei aktuellen Vorfällen beratend zur Seite stehen. Bitte zögern Sie nicht, diese zu kontaktieren. Wichtig ist es, betroffenen Schülerinnen und Schülern schnell Hilfe zu gewährleisten und sie zu schützen. Manchmal geht es zunächst ums Zuhören und Aufnehmen von Ängsten und Sorgen. Unterstützung erfahren Sie ebenfalls durch die Angebote der Staatlichen Schulberatung in Bayern über die für die jeweilige Schule zuständige Beratungslehrkraft und die Schulpsychologin bzw. den Schulpsychologen sowie schulartübergreifend durch die Staatlichen Schulberatungsstellen in Ihrer Region. 

Bitte beachten Sie auch den Materialpool dieser Webseite. Unter anderem zu israelbezogenem Antisemitismus finden Sie dort hilfreiche Handreichungen und weitere Publikationen.


Fortbildungen der ALP Dillingen: 

eSession-Reihe: Politische, historische und pädagogische Perspektive auf die derzeitige Situation in Israel und den Palästinensischen Gebieten: Die eSession-Reihe bietet aktuelle Einblicke und Hintergrundinformationen und wird laufend fortgesetzt. Auf der Webseite der ALP finden Sie Informationen über die nächsten Veranstaltungen: https://alp.dillingen.de/aktuelles/beitrag/eskalation-im-nahen-osten-politische-historische-und-paedagogische-perspektiven-auf-den-nahostkonflikt/.

ReThink Sprechstunde: Antisemitismus, Gewalt und Radikalismus in Schulräumen

Ziele und Inhalte: Seit 2017 wird das vom Freistaat Bayern geförderte Projekt „ReThink" erfolgreich an bayerischen Schulen umgesetzt. Die Fortbildungs- und Workshopangebote richten sich insbesondere an Schülerinnen und Schüler mit Flucht- und/oder Migrationserfahrung und dienen der Antisemitismus- und Radikalisierungsprävention. Besonders seit dem terroristischen Überfall der Hamas auf israelische Zivilpersonen am 07. Oktober 2023 sehen sich Lehrkräfte deutschlandweit, auch in Bayern, mit antisemitischen und radikalen Vorfällen konfrontiert. Hinzu kommen immer mehr religiös und antisemitisch kontextualisierte Haltungen, die Lehrkräfte und Schulleitungen überfordern können.

In der „ReThink-Sprechstunde: Antisemitismus, Gewalt und Radikalismus in Schulräumen" können die Teilnehmer und Teilnehmerinnen ihre Erfahrungen thematisieren und Vorfälle, mit denen sie konfrontiert sind, ggf. anonymisiert vorstellen. Gemeinsam sollen die Ursprünge derartiger Problematiken analysiert und Lösungskonzepte entwickelt werden. Die eSession möchte auf der Grundlage der Gewissheit, dass die freiheitlich demokratische Grundordnung eine solide Basis für Lösungen bietet, das solidarische Bewusstsein und den Rückhalt der Lehrkräfte stärken. 

Termine:

15.04.2024, 17:00 - 18:30 Uhr; Anmeldung: https://alp.dillingen.de/lehrgangs-suche/?event_id=362302­


­­­­­­­­­Das Jüdische Museum Franken bietet Schülerinnen und Schülern (ab 8. Jgst.) sowie Lehrkräften verschiedene Bildungsangebote gegen Antisemitismus. Auf Wunsch kann der Fokus der einzelnen Workshops auch auf den Phänomenbereich des „Israelbezogenen Antisemitismus” gesetzt werden. Mehr Informationen zu den jeweiligen Workshops erhalten Sie auf der Homepage des Museums.

Bitte beachten Sie auch das Kapitel Bildungsangebote hier im Portal. 


Weitere Materialien und Angebote:

„Nichts gegen Juden” ist ein Projekt der Amadeu Antonio Stiftung, das Argumentationshilfen im Zusammenhang mit antisemitischen und israelfeindlichen Parolen und Vorurteilen liefert.

Eine Broschüre der Aktion Jugendschutz (Landesarbeitsstelle Bayern) zu Verschwörungsmythen thematisiert auch Antisemitismus und ist in leichter Sprache sowie auf Türkisch, Arabisch und Englisch erhältlich.

Informationen zu strafrechtlich relevanten propalästinensischen Parolen und Symboliken finden Sie im Materialpool unter „Rechtssicherheit“.

Podcast: 

Es gibt eine Reihe von Podcasts, die auch für Lehrkräfte interessant sind, weil sie Hintergründe des Konflikts - z. B. im Gespräch mit Experten - beleuchten. „Streitkräfte und Strategien” ist ein Podcast des NDR, der sich mit aktuellen sicherheitspolitischen Fragestellungen beschäftigt und über die ARD-Audiothek sowie alle gängigen Podcatcher abrufbar ist. Ebenfalls in der ARD-Audiothek abrufbar ist die Podcast-Reihe: „Lost in Nahost". Seit dem 19. Oktober werden in dieser Reihe verschiedene Fragen rund um den Angriff der Hamas auf Israel und dem damit verbundenen Krieg im Gazastreifen von Korrespondenten der ARD aus dem Studio Tel Aviv und Experten beantwortet. 

Außerdem beschäftigt sich eine Ausgabe des Podcasts „Let’s talk Innenpolitik” mit Innenminister Joachim Herrmann mit den Folgen, die der Angriff der Hamas auf Israel für Bayerns Sicherheit hat:  Angriff der Hamas auf Israel – Folgen für Bayerns Sicherheit (Folge 19).

Weitere Informationen und Materialien finden Sie auch im Top-Thema Israel im Portal zur Politischen Bildung. 


Materialien zur Geschichte Israels

Im Historischen Forum Bayern finden Sie in der Rubrik „Geschichte Israels” Materialien, die eine vertiefte Auseinandersetzung mit der von Vielfalt gekennzeichneten israelischen Gesellschaft ermöglichen.

Die Ausgabe der Zeitschrift „Aus Politik und Zeitgeschichte” vom Mai 2023 widmet sich dem Thema „Israel” und ist online abrufbar. Mit den Folgen des 7. Oktober 2023 für die israelische Gesellschaft beschäftigt sich die APuZ-Ausgabe „Naher Osten” vom 16. März 2024, die darüber hinaus die Geschichte des Gazastreifens beleuchtet und einen Essay zu einer möglichen Friedenslösung beinhaltet (vgl. die Artikel von Jenny Hestermann, Jan Busse und Gil Murciano).


„Zeichen gegen das Vergessen“ – Ausstellung des Künstlers Manfred Bockelmann

Im Rahmen der 37. Jüdischen Kulturtage München wird zwischen dem 13. und 16. November 2023 die Ausstellung „Zeichnen gegen das Vergessen“ des Künstlers Manfred Bockelmann im Hubert-Burda-Saal des Jüdischen Museums, St.-Jacobis-Platz 18 (München) gezeigt:

Die Ausstellung zeigt 40 Portraits aus der Werkreihe „Zeichnen gegen das Vergessen“ sowie eine Filmdokumentation. Manfred Bockelmanns Projekt widmet sich den jüngsten und unschuldigsten Opfern des Holocausts. Mit den großflächigen Porträts holt Manfred Bockelmann Kinder, die Opfer des NS-Regimes wurden, aus der Dunkelheit des Vergessens und stellt sie ins Licht des Erkennens und Erinnerns.

Durch die emotionale Nähe der Werke können Schülerinnen und Schüler die Bedeutung des Erinnerns und Gedenken verstehen lernen. Die Ausstellung ist ein Ausdruck einer vielfältigen Erinnerungskultur und zeigt, warum diese für jeden Einzelnen von Bedeutung ist. Dazu zeigt das Projekt, wie es durch Kunst gelingen kann, ein wichtiges und schmerzvolles Thema zu adressieren. Dadurch bietet die Ausstellung einen seltenen Blickwinkel auf den Gesamtkomplex Holocaust und Erinnerungskultur.

Ein Besuch beinhaltet: Ausstellung samt Film über das Projekt

Informationen finden Sie unter:  Das Werk - Zeichnen gegen das Vergessen

Anmeldungen für Schulklassen per Mail info@juedischekulturmuenchen.de oder telefonisch unter 089 356 124 86. 

Eine Führung durch den Künstler Manfred Bockelmann kann auf Nachfrage arrangiert werden.


Kreativwettbewerb „Antisemitismus. Nein Danke!“

Schülerinnen und Schüler sowie Jugendorganisationen konnten sich im vergangenen Schuljahr im Rahmen des Wertebündnisprojektes „Antisemitismus. Nein Danke!“ an einem Kreativwettbewerb, der vom Gesellschaftswissenschaftlichen Institut München geleitet wurde, beteiligen. Am 13. Juli fand am Helene Habermann Gymnasium in München die Preisverleihung statt. Nähere Informationen zu den Wettbewerbsbeiträgen finden sich auf der Homepage des Gesellschaftswissenschaftlichen Instituts für Zukunftsfragen München.

 

Leo-Trepp-Schülerpreis 2023/24

Der Antisemitismus hat in den letzten Jahren weiter zugenommen. Umso wichtiger wird es, schon an den Schulen über das Judentum zu lernen und alten und neuen Stereotypen Wissen entgegenzusetzen, um sie so zu bekämpfen. Dieses gesellschaftliche Anliegen wollen wir mit dem Leo Trepp-Schülerpreis stärken, der junge Menschen motiviert, sich selbstständig mit jüdischen Themen auseinanderzusetzen. Seit der zweiten Ausschreibung haben wir zahlreiche Gespräche mit Lehrer*innen, Leiter*innen von Fortbildungseinrichtungen und Referent*innen in den Ministerien über die stressvolle Situation an Schulen geführt. Auf Wunsch der Lehrkräfte haben wir uns für zwei Änderungen entschieden: Von nun an können an dem Wettbewerb auch 11. und 12. Klassen teilnehmen. In diesen Jahrgängen haben Schüler*innen eher die Möglichkeit, sich in Seminaren und anderen Unterrichtsformen intensiver mit einem Thema auseinanderzusetzen. Außerdem werden wir den Lehrkräften das Thema für den nächsten Wettbewerb des Schuljahrs 2024/25 bereits mit zeitlichem Vorlauf mitteilen. Das ermöglicht ihnen, es in der Unterrichtsplanung zu berücksichtigen.
Das Thema für dieses Schuljahr 2023/24 ist die Jüdische Popkultur. Von Broadway Stücken bis Superman – immer wieder haben jüdische Künstler die Verletzlichkeit und Diskriminierung von Jüdinnen und Juden thematisiert und zu universalen Themen gemacht, die andere Minderheiten und die Mehrheit einbeziehen. Sie haben so die Entwicklung der Popkultur maßgeblich mitgestaltet. Das Wirken und den kreativen Einfluss dieser Künstler in allen Sparten der Popkultur zu erforschen eignet sich ideal für freie Lernformate und eigenständige Projekte. Ob Podcast, Video oder ein eigenes Comicbuch – Schüler*innen kommen auf die wunderbarsten Ideen.

Der Wettbewerb 2023/24 läuft bis zum 8. März 2024. Mitte November wird es eine virtuelle Informationsveranstaltung der Stiftung für interessierte Lehrkräfte und Schüler*innen geben. Mehr auf unserer Website: www.leotrepp.org. Den Flyer können Sie hier ausdrucken: https://t1p.de/xsdxk


Ein Dankeschön für Ihr Interesse und herzliche Grüße,
das Team der Leo Trepp Stiftung (Berlin, November 2023)

 


Fortbildungsangebote der ALP Dillingen

Über FIBS finden Sie aktuelle Hinweise zu Fortbildungen, Seminaren, Selbstlernkursen etc. im Kontext der Antisemitismusprävention.