Aktuelle Hinweise
Auf dieser Seite finden Sie Hinweise auf aktuelle Veranstaltungen, Fortbildungen sowie Neuigkeiten im Bereich der Print- und Onlineveröffentlichungen im Themenfeld der Antisemitismusprävention.
„Eskalation im Nahen Osten: Unterstützung für Lehrkräfte im Umgang mit dem Nahostkonflikt und zunehmenden Antisemitismus“
Die aktuelle Eskalation im Nahen Osten stellt für viele Menschen in Bayern eine Belastung dar. Zahlreiche Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte haben familiäre oder persönliche Bezüge in die Region oder fühlen sich z. B. aus religiösen, kulturellen oder politischen Gründen mit den dort lebenden Menschen verbunden. In den Schulen spiegeln sich häufig damit verbundene Sorgen, Ängste und Spannungen wider.
Jede Form von Antisemitismus, Rassismus und Extremismus, der Aufruf zur Gewalt, die Verherrlichung von Terror, das Infragestellen des Existenzrechts Israels, die Relativierung oder Leugnung der Shoa sowie die Herabwürdigung von Juden und Jüdinnen oder anderen Bevölkerungsgruppen haben an bayerischen Schulen keinen Platz.
Die Schule ist ein geschützter Lern- und Lebensraum, in dem die Würde des Menschen geachtet werden muss.
Zugleich muss man sich bewusst machen, dass Kinder und Jugendliche – unabhängig von Herkunft und religiöser Zugehörigkeit – durch Bilder und Berichte aus der Region verunsichert und in Sorge sein können. Schulen übernehmen hier eine zentrale Rolle: Sie bieten Orientierung, ermöglichen eine sachliche Einordnung und schaffen Räume für respektvolle Gespräche. Lehrkräfte sind bei dieser Aufgabe nicht allein, ihnen stehen vielfältige Unterstützungs- und Beratungsangebote zur Verfügung.
1. Soforthilfe bei Vorfällen und Konflikten an der Schule
Bei antisemitischen, rassistischen oder anderweitig extremistischen Vorfällen sollten Schulen schnell und entschlossen handeln. Dies gilt für Angriffe auf jüdische, muslimische, christliche oder als solche wahrgenommene Schülerinnen und Schüler gleichermaßen.
- Wenden Sie sich bei akuten Vorfällen an die Schulleitung und nutzen Sie die etablierten schulischen Krisenstrukturen (vgl. Krisenintervention an Schulen - Bürgerservice).
- Ziehen Sie die Staatliche Schulberatung (Beratungslehrkräfte, Schulpsychologinnen und Schulpsychologen) hinzu.
- Wenden Sie sich an die hier im Portal aufgeführten Regionalbeauftragten für Demokratie und Toleranz, die Sie als fachliche Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner bei anlassbezogenen antisemitischen und extremistischen Vorfällen unterstützen können.
- Dieses Portal unterstützt Lehrkräfte mit konkreten Handlungsvorschlägen, um im Schulleben israelfeindlichen Vorfällen oder Äußerungen, die die gegen Jüdinnen und Juden gerichtete Gewalt verharmlosen oder legitimieren, angemessen entgegenzutreten. Einschlägige Fallbeispiele finden Sie z. B. im Handlungsraum Lehrerzimmer und im Handlungsraum Klassenzimmer.
- Antisemitische Vorfälle sollten in jedem Fall konsequent dokumentiert (vgl. https://www.gegen-antisemitismus.bayern.de/#accordion_38913_1) und, soweit angezeigt, an die zuständigen Stellen gemeldet werden (vgl. Strategien gegen Antisemitismus).
Betroffene Schülerinnen und Schüler sowie deren Familien – gleich welcher Herkunft und Religion – sind zu schützen und zu stärken.
Dazu gehören vertrauliche Gespräche, gegebenenfalls die Einbindung von Beratungsstellen sowie ein konsequentes Vorgehen gegen Täterinnen und Täter im Rahmen der schulrechtlichen Möglichkeiten.
2. Einordnung des Konflikts und sachorientierter Unterricht
Viele Fragen von Schülerinnen und Schülern beziehen sich auf Geschichte, Ursachen und aktuelle Dynamiken des Nahostkonflikts. Lehrkräfte sind gefordert, Informationen einzuordnen, verschiedene Perspektiven sichtbar zu machen und zugleich demokratische Werte klar zu vertreten.
- Im Geschichts-, Politik- und Religionsunterricht können Hintergründe des Konflikts sowie grundlegende Begriffe (z. B. Menschenrechte, Völkerrecht, Antisemitismus, Rassismus) altersangemessen behandelt werden.
- Emotionen und persönliche Bezüge sollen ernst genommen werden. Zugleich ist darauf zu achten, dass niemand aufgrund seiner Herkunft oder vermuteten Religionszugehörigkeit in eine „Stellvertreterrolle“ gedrängt wird.
- Schule ist kein Ort, an dem Konflikte aus anderen Regionen ausgetragen werden, sondern ein Lernraum, in dem kontroverse Themen in einer von Respekt geprägten Atmosphäre besprochen werden.
Lehrkräfte können dafür auf etablierte, didaktisch geprüfte Materialien und Fortbildungsangebote zurückgreifen, die im Portal verlinkt sind.
3. Antisemitismus und andere Formen von Hass erkennen und ihnen begegnen
Zahlreiche Studien und Meldestellen weisen darauf hin, dass antisemitische Vorfälle – insbesondere israelbezogener Antisemitismus – in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen haben. Antisemitismus kann sich offen oder subtil äußern, etwa durch Stereotype, Verschwörungserzählungen, NS-Vergleiche, Parolen oder Symbole.
- Antisemitische Äußerungen sind klar zu benennen und zu unterbinden. Dies schließt auch Äußerungen mit ein, die sich gegen den Staat Israel richten und zugleich antisemitische Muster aufgreifen.
- Ebenso sind alle Formen von Rassismus, antiziganistischen, homo- und transfeindlichen Äußerungen sowie andere menschenfeindliche Haltungen entschieden zurückzuweisen.
- Lehrkräfte erhalten auf dem Portal Informationen dazu, wie antisemitische und andere diskriminierende Aussagen erkannt, pädagogisch aufgearbeitet und ggf. mit Ordnungs- und Schutzmaßnahmen verbunden werden können.
Im Zweifel sollte frühzeitig fachliche Beratung (z. B. durch Regionalbeauftragte, externe Beratungsstellen oder Meldestellen) eingeholt werden.
4. Schutz und Unterstützung betroffener Schülerinnen und Schüler
In angespannten Zeiten steigt die Belastung für Schülerinnen und Schüler, die selbst oder deren Angehörige von antisemitischen, rassistischen oder islamfeindlichen Vorfällen betroffen sind oder sich in der aktuellen Situation bedroht fühlen.
- Achten Sie besonders auf Rückzugsverhalten, Verunsicherung oder auffällige Reaktionen.
- Bieten Sie vertrauliche Gespräche an und signalisieren Sie, dass Diskriminierung nicht hingenommen wird.
- Beziehen Sie bei Bedarf das Kriseninterventions- und bewältigungsteam bayerischer Schulpsychologinnen und Schulpsychologen (KIBBS) hinzu.
Ziel ist es, allen Kindern und Jugendlichen – gleich welcher Herkunft, Religion oder Weltanschauung – eine angstfreie Teilhabe am Schulleben zu ermöglichen.
5. Umgang mit Medien, Desinformation und verstörenden Inhalten
Kinder und Jugendliche sind verstärkt mit Bildern, Videos und Aussagen aus sozialen Medien konfrontiert. Diese können stark emotionalisieren, Ängste auslösen und werden häufig von Desinformation und Verschwörungserzählungen begleitet.
- Sprechen Sie mit Schülerinnen und Schülern über ihre Medienerfahrungen, klären Sie über Quellenkritik und Desinformation auf.
- Sensibilisieren Sie für antisemitische, rassistische oder extremistische Inhalte im digitalen Raum.
- Verweisen Sie bei Bedarf auf jugendgerechte Informationsangebote, die Fakten verständlich darstellen und Orientierung geben.
Hinweise zum Umgang mit problematischen Inhalten sowie Präventionsmaterialien zur Medien- und Demokratiebildung finden Sie in der Rubrik „Materialpool“ dieses Portals.
6. Fortbildungen und fachliche Unterstützung
Lehrkräfte und Schulleitungen sind zentrale Akteure in der Prävention von Antisemitismus und Extremismus. Die Angebote der Staatlichen Lehrerfortbildung unterstützen sie durch ein umfassendes Fortbildungs- und Beratungsangebot.
- Die Akademie für Lehrerfortbildungen und Personalführung (ALP) bietet ein breites Angebot an Fortbildungen zu Antisemitismus, Nahostkonflikt, Extremismusprävention und Demokratieförderung an.
- Über das Portal können Sie zudem auf externe Anbieter mit ausgewiesener Expertise zugreifen (z. B. Gedenkstätten, Bildungsstätten, Fachstellen gegen Antisemitismus und Rassismus).
Bitte nutzen Sie diese Angebote aktiv und teilen Sie uns ggf. Fortbildungsbedarfe mit, damit passgenaue Formate entwickelt werden können:
E-Mail: gegenantisemitismus@isb.bayern.de.
7. Ansprechpersonen und Beratungsstellen
Auf dem Portal finden Sie unter der Rubrik „Ansprechpartner“ eine Übersicht über:
- Regionalbeauftragte für Demokratie und Toleranz in den Regierungsbezirken
- Kontaktdaten der Staatlichen Schulberatung
- Kontakt zum Antisemitismusbeauftragten der Bayerischen Staatsregierung
- Verweise auf Meldestellen und Beratungsangebote (z. B. RIAS, BIGE, Opferberatungsstellen)
Wir empfehlen Schulen, diese Kontakte gut sichtbar zu dokumentieren und im Kollegium bekannt zu machen.
8. Hinweise zur Nutzung der Materialien
Die auf dem Portal „Bayern gegen Antisemitismus“ bereitgestellten Hinweise, Materialien und Links wurden mit großer Sorgfalt ausgewählt. Sie sollen Lehrkräfte und Schulleitungen unterstützen, die aktuellen Herausforderungen zu bewältigen, demokratische Werte zu stärken und alle Schülerinnen und Schüler vor Diskriminierung zu schützen.
Bitte prüfen Sie bei der Planung von Unterricht, Projekten und Veranstaltungen stets:
- Altersangemessenheit der Materialien
- Einbindung unterschiedlicher, demokratisch fundierter Perspektiven
- Schutzinteressen potenziell betroffener Schülerinnen und Schüler
- Einhaltung der schulrechtlichen Vorgaben und Sicherheitsaspekte
Bei Fragen oder Rückmeldungen können Sie sich jederzeit an corinna.storm@stmuk.bayern.de wenden.
(Stand März 2026)
Hilfreiche Materialien und weiterführende Links:
1. Orientierung und Einordnung des aktuellen Geschehens:
Bayerische Landeszentrale für politische Bildungsarbeit: Top-Thema Israel mit umfangreicher Materialiensammlung: https://www.blz.bayern.de/israel.html sowie Themenforum Antisemitismus: Antisemitismus
Bundeszentrale für politische Bildung (bpb):
- Zur Lage im Iran: Bundeszentrale für politische Bildung | Startseite | bpb.de
- Themenseite „Wie umgehen mit dem Nahostkonflikt? – Eine Übersicht für Schulen und Bildungseinrichtungen": Wie umgehen mit dem Nahostkonflikt? – Eine Übersicht für Schulen und Bildungseinrichtungen | Infodienst Radikalisierungsprävention | bpb.de
Themenportal Politische Bildung des ISB: Eskalation im Nahen Osten – Politische, historische und pädagogische Perspektiven: Top-Thema: Krieg im Nahen Osten: Der Iran
Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg: Dossier Nahostkonflikt mit aktuellen Entwicklungen: https://www.lpb-bw.de/nahostkonflikt
Für jüngere Schülerinnen und Schüler: ZDF logo! Themenseite „Kämpfe in Israel und dem Gazastreifen" mit kindgerechten Erklärungen: Die Kindernachrichten des ZDF - Alle Videos und Artikel - logo!
2. Pädagogische Handreichungen zum Nahostkonflikt im Unterricht:
ufuq.de: Handreichung „Der Nahostkonflikt in Unterricht und Schule" – praktische Impulse, Methoden und Gesprächsstrategien für Lehrkräfte: https://www.ufuq.de/aktuelles/der-nahostkonflikt-in-unterricht-und-schule/ Handreichung: Der Krieg im Unterricht oder: „Wie geht es dir?“ Der Krieg im Unterricht oder: „Wie geht es dir?“ – ufuq.de
KMK und Zentralrat der Juden: Gemeinsame Empfehlung zum Umgang mit Antisemitismus in der Schule sowie kommentierte Materialsammlung: https://www.kmk-zentralratderjuden.de
Kooperationsverbund gegen Antisemitismus: Materialien für pädagogische Fachkräfte: https://kooperationsverbund-gegen-antisemitismus.de/angebote/bildung/bildungsmaterialien/
4. Antisemitismus erkennen und kompetent reagieren:
- Auf diesem Portal finden Sie unter den Handlungsräumen (Klassenzimmer, Lehrerzimmer, Schulleben) konkrete Fallbeispiele und Interventionsvorschläge.
- stopantisemitismus.de (Amadeu Antonio Stiftung): Niedrigschwellige Argumentationshilfen gegen antisemitische Parolen und Vorurteile: (https://www.stopantisemitismus.de)
- „Nichts gegen Juden" (Amadeu Antonio Stiftung): Argumentationshilfen gegen israelfeindliche Parolen: https://www.nichts-gegen-juden.de
- Handreichung: Digitale politische Bildung zu israelbezogenem Antisemitismus (democ): Handreichung: Digitale politische Bildung zu israelbezogenem Antisemitismus – democ
- Bildungsstätte Anne Frank (Frankfurt): Fortbildungen und Workshops für Lehrkräfte und Schulklassen zum Umgang mit Antisemitismus und https://www.bs-anne-frank.de
5. Fortbildung und Selbststudium:
- ALP Dillingen: Aktuelle Fortbildungsangebote zur Antisemitismusprävention finden Sie über FIBS (FIBS: Fortbildungsportal)
- Kreuzberger Initiative gegen Antisemitismus (KIgA e.V.): Fortbildungen und Beratung für Schulen, auch kurzfristig buchbar: https://www.kiga-berlin.org
- Wissenschaftliche Vorträge zur Antisemitismusprävention finden Sie im Materialpool dieses Portals (Rubrik „Videovorträge").
- Anne-Frank-Zentrum: Pädagogische Lernmaterialien für verschiedene Altersgruppen: https://www.annefrank.de/bildungsarbeit/lernmaterialien/
6. Betroffene Schülerinnen und Schüler schützen:
Jüdische Schülerinnen und Schüler erleben derzeit eine besonders belastende Situation. Die RIAS-Publikation „Antisemitismus zwischen Klassenzimmer und Freizeit" (Februar 2026, Report Antisemitism) belegt, dass viele jüdische Kinder und Jugendliche in Bayern Angst empfinden und sich im Schulalltag eingeschränkt fühlen. Bitte achten Sie besonders auf:
- Signale von Betroffenheit und Angst bei jüdischen (oder als jüdisch wahrgenommenen) Schülerinnen und Schülern
- Vermeintliche „Witze", Codes oder Parolen mit antisemitischem Gehalt
- Israelfeindliche Äußerungen, die das Existenzrecht Israels in Frage stellen oder NS-Vergleiche herstellen
- Verschwörungserzählungen in sozialen Medien, die von Schülerinnen und Schülern in den Unterricht getragen werden
Die Beratungsstelle B.U.D. Bayern (Beratung, Unterstützung, Dokumentation) bietet Unterstützung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt: https://www.bud-bayern.de
7. Wichtige Anlaufstellen in Bayern auf einen Blick:
- Regionalbeauftragte Demokratie und Toleranz | Angebote für Schulen - Bayerische Informationsstelle gegen Extremismus
- Staatliche Schulberatung in Bayern | Über die zuständige Schulberatungsstelle | Staatliche Schulberatung in Bayern
- Bayerische Informationsstelle gegen Extremismus (BIGE) Ansprechpartner bei Rechtsextremismus, Linksextremismus, Reichsbürger und Selbstverwalter sowie Verfassungsschutzrelevante Islamfeindlichkeit und Verfassungsschutzrelevante Delegitimierung des Staates. | https://www.bige.bayern.de
- B.U.D. Bayern (Opferberatung) | https://www.bud-bayern.de
- Antisemitismusbeauftragter der Bayerischen Staatsregierung (Dr. Ludwig Spaenle) | antisemitismusbeauftragter@stk.bayern.de
- RIAS Bayern (Meldestelle) https://report-antisemitism.de/rias-bayern/
- Portal „Jüdisches Bayern" | https://juedisches.bayern.de, vgl. insbesondere die Übersicht zu den Beratungsangeboten: Beratung und Unterstützung | Antisemitismus stoppen | Jüdisches · Bayern
8. Umgang mit verstörenden Inhalten:
Über soziale Medien verbreiten sich derzeit mit großer Geschwindigkeit verstörende Bilder und Videos aus dem Kriegsgebiet. Hinweise zum Umgang damit finden Sie u. a. im
- mebis Magazin: Wenn Nachrichten überfordern und belasten: e-4-mug-nachrichten-angst.pdf
- „Jugendgefährdende und problematische Inhalte (Jugendgefährdende und problematische Inhalte | mebis Magazin
- Klicksafe.de: klicksafe-Infoblatt_Umgang-Krieg-im-Unterricht_Lehrkräfte.pdf
- Medienführerschein Bayern: Medienführerschein - Wenn Nachrichten Angst machen
- JugendSchutz.net: Startseite | jugendschutz.net
Achten Sie darauf, dass Schülerinnen und Schüler einen geschützten Raum erhalten, um über das Gesehene zu sprechen.
Neues Portal "Jüdisches Bayern"
Seit Sommer 2025 ist das Portal „Jüdisches Bayern“ online. Mit den Rubriken „Jüdisches Leben stärken“ „Bayerisch-israelische Beziehungen vertiefen“ und „Antisemitismus stoppen“ widmet es sich zentralen Themen jüdischen Lebens in Bayern. Dabei erfahren Nutzerinnen und Nutzer nicht nur Wissenswertes über die Geschichte und Gegenwart der jüdischen Gemeinden in Bayern, sondern erhalten eine Fülle an Informationen zu Fragen der Antisemitismusprävention, von digitalen Materialien bis hin zu Anlaufstellen und rechtlichen Bestimmungen, auch über den schulischen Rahmen hinaus. Zudem ist das Portal offen für neue Anregungen, Ideen und Projekte, die an einem der drei Schwerpunktbereiche anknüpfen und bayernweite Bekanntheit erhalten sollten.
Bewerbung zum Anne Frank Tag 2026
Alljährlich findet rund um den Geburtstag von Anne Frank am 12. Juni der vom Anne-Frank-Zentrum ausgerichtete Anne Frank Tag statt. Das Motto des diesjährigen Anne Frank Tages lautet „Geschichte erzählen“. Das Anne-Frank-Zentrum stellt dafür eigens konzipierte digitale Lernmaterialien zur Verfügung. Im Mittelpunkt stehen dabei die Geschichte von Anne Franks Schwester Margot sowie die Verfolgung von Sinti und Roma.
Die Anmeldung ist bis zum 28. Februar auf der Homepage des Anne Frank Tags möglich. Erforderlich sind neben dem Namen der Schule auch der Schulstempel sowie eine konkrete Idee für ein Vorhaben, das sich mit Anne Frank und der (digitalen) Erinnerung an sie beschäftigt. Auch Ideen bzw. Aktionen, die für Vielfalt und Demokratie werben, sind willkommen. Inspirationen dazu können Eindrücke aus den Vorjahren bieten.
RIAS Jahresbericht: Antisemitische Vorfälle in Bayern 2024
Seit April 2025 steht der Jahresbericht „Antisemitische Vorfälle in Bayern 2024“, der von der Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus Bayern (RIAS Bayern) veröffentlicht wird, zur Verfügung. RIAS Bayern dokumentierte für 2024 im Freistaat 1515 antisemitische Vorfälle. Im Vergleich zu 2023 mit 761 Fällen ist das fast eine Verdoppelung. 80 Prozent aller Vorfälle zeichneten sich auch durch israelbezogenen Antisemitismus aus.
Ausführliche Informationen zu den gemeldeten Vorfällen sowie Fallanalysen finden Sie im Bericht auf der Homepage von RIAS Bayern.
Fortbildungsangebote der ALP Dillingen
Über FIBS finden Sie aktuelle Hinweise zu Fortbildungen, Seminaren, Selbstlernkursen etc. im Kontext der Antisemitismusprävention.